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No one is born a good citizen; no nation is born a democracy. Rather, both are processes that continue to evolve over a lifetime. Young people must be included from birth. A society that cuts off from its youth severs its lifeline.

Früherer UNO Generalsekretär Kofi Annan

 

Editorial

 

Liebe Besucherin, lieber Besucher!

Das Zitat des früheren UNO Generalsekretärs Kofi Annan ist Grundlage unserer Bemühungen um die Erneuerung von Erziehung und Bildung. Als Arbeitskonzept dient uns dazu eine zeitgemäße Civic Education (= Politische Bildung), die wir als ein implizit soziales Lehren/Lernen verstehen. Das bedeutet ein weites Feld zu bestellen, das sich mit dem Erwerb politisch-kultureller Kompetenz und der Problemlösefähigkeit im Leben beschäftigt.

Dass Politische Bildung notwendig ist, ist unbestritten. Was dabei vermittelt werden soll und wie man dabei vorgeht ist europaweit jedoch höchst unterschiedlich. Der Staat und seine Institutionen wollen mittels Politischer Bildung mündige Bürger heranbilden um so den Aufbau einer gerechteren und friedlicheren Gesellschaft zu fördern. Hervorgegangen ist dieses Ziel aus den Demokratisierungsbemühungen der US-Amerikaner in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg. Neuere Ziele sind…

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Logo Planet SchuleGrundlage unserer Arbeit, die Neuro- und Kognitionswissenschaften

Eine tolle Doku über das menschliche Bewusstsein.

Ererbte Gene bestimmen den Rahmen, der in Summe unser ganzes Leben steuert. Sie steuern unser Aussehen, unser Verhalten und unsere Lebensdauer. So sind wir Menschen, ob wir es wollen oder nicht – in der Regel auch meist unbewusst – autoritär veranlagte NeurotikerInnen. Das entspricht, wenn auch mit anderen Worten, der eingangs zu lesenden Einschätzung von Kofi Annan. Soweit die bad news! Glücklicherweise gibt es durch konsequente Erziehung und Bildung die Möglichkeit zum Wandel. Dieser Prozess ist nie abgeschlossen, deshalb müssen wir geradezu lebenslang Lernen, wenn auch die vorpubertäre Phase von ganz besonderer Bedeutung ist. Priming nennen Neurowissenschaft und Verhaltensforschung diesen dynamischen Vorgang, der uns zu Mitläufern einerseits, zu sozial kompetenten Akteuren andererseits, werden lässt. Wenn wir also nicht wollen, dass vor allem Opportunisten, Soziopathen, Mobber, Diebe und Mörder den Fortgang der Welt bestimmen, so braucht es Menschen, die u.a. gelernt haben bei entscheidenden Fragen auch einmal “Nein” zu sagen. Was die wesentlichen Grundlagen für dieses Verhalten sind, das vermittelt die folgende spannende Geschichte.

Am Beispiel von Martha und Jake, zwei Personen, die sich zufällig über den Weg laufen, zeigt die 3-teilige Dokumentation, dass über 90 Prozent unserer täglichen Handlungen unbewusst geschehen, wir also per “Autopilot” von unserem Gehirn gesteuert werden. Hier eine filmische Zusammenfassung:

Das automatische Gehirn, unser Unterbewusstsein

Teil 1 Das automatische Gehirn: Die Magie des Unbewussten

  • Das Gehirn konstruiert seine Realität
  • Wie man das Gehirn austrickst
  • Das Marshmallow-Experiment
  • Das Gehirn hält den Kopf frei für wichtige Dinge
  • Wie das Unterbewusstsein die Gegenwart regelt

Teil 2 Das automatische Gehirn: Das Wissen des Unbewussten

  • Unsere Erinnerungen bestimmen unser Handeln
  • Priming: Wenn das Gehirn nach Zusammenhängen sucht
  • Das Gehirn entscheidet lange, bevor wir es merken
  • Warum wir kaufen, was wir kaufen
  • Wofür Vorurteile und Routinen gut sind

Teil 3 Das automatische Gehirn: Die Macht des Unbewussten

  • Unsere Erinnerungen bestimmen unser Handeln
  • Priming: Wenn das Gehirn nach Zusammenhängen sucht
  • Das Gehirn entscheidet lange, bevor wir es merken
  • Warum wir kaufen, was wir kaufen
  • Wofür Vorurteile und Routinen gut sind

 


 

Was verbindet Leonardo da Vinci und die Mona Lisa mit Politischer Bildung?

Als “ergebener Schüler der Erfahrung” bezeichnete sich Leonardo da Vinci selbst. Leonardo da Vinci ist vielen Menschen als Maler – vor allem der Mona Lisa – bekannt. Doch Malen war für ihn lediglich ein Mittel, um seinem unbezwingbaren Drang Ausdruck zu verleihen, die Geheimnisse der Natur zu erforschen und die zentrale Frage aller Wissenschaft zu beantworten: Wie funktioniert die Welt? Leonardo hat der Nachwelt nur wenige Gemälde hinterlassen. Sein bedeutendstes Vermächtnis sind die 6.000 Seiten in den Codices Madrid, persönlicher Aufzeichnungen, die von seinem Streben zeugen, die ihn umgebende Welt zu begreifen. “Wissen beginnt mit Liebe, die Natur beginnt mit einer Ursache und am Ende steht dann die Erfahrung, also beginne ich mit der Erfahrung und erforsche dabei die Ursache”, schrieb er dort als Randnotiz. Am Ende stehen Erkenntnisse, die er in seinem weltberühmten Werk, dem Bild der Kaufmannsfrau Lisa del Giocondo zu verdichten trachtete. Auf einer faszinierenden Reise entdeckt der Zuschauer die ihn umgebende Welt mit da Vincis Augen. Gut nachvollziehbar veranschaulicht der Dokumentarfilm das unglaubliche Beobachtungsvermögen des Meisters, sein unorthodoxes Denken und seine an Besessenheit grenzende Neugier. Im Außergewöhnlichen wie im Alltäglichen suchte das Universalgenie nach Wegen, Natur, Mensch und Gott zu erfahren und zu verstehen: die Höhe der Berge, den Flug der Schwalben, den Abstand zwischen den Augen einer Frau — er wollte alles begreifen.

Eine Doku, die ein ganz neues Licht auf Meister da Vinci wirft.

Ich, Leonardo da Vinci.

Inhalt: Dank der einmaligen Gelegenheit, in den Codex Atlanticus, die größte Sammlung seiner Aufzeichnungen, Einsicht nehmen zu können, werden Leonardos tatsächliche Ambitionen in dem Dokumentarfilm von Nick Dear deutlich. Auf einer faszinierenden Reise entdeckt der Zuschauer die ihn umgebende Welt mit da Vincis Augen. Gut nachvollziehbar veranschaulicht der Dokumentarfilm das unglaubliche Beobachtungsvermögen des Meisters, sein unorthodoxes Denken und seine an Besessenheit grenzende Neugier. Im Außergewöhnlichen wie im Alltäglichen suchte das Universalgenie nach Wegen, Natur, Mensch und Gott zu erfahren und zu verstehen: die Höhe der Berge, den Flug der Schwalben, den Abstand zwischen den Augen einer Frau — er wollte alles begreifen.Leonardo da Vinci dokumentierte seinen unermüdlichen Forscherdrang in beeindruckenden Zeichnungen von Tieren, Natur, Maschinen, dem menschlichen Körper und seinen eigenen Erfindungen. Seine Aufzeichnungen vermitteln auch tiefe Einblicke in seine Denkweise, seine Weltanschauung und Persönlichkeit.Anhand zahlreicher Originalzitate geht der Dokumentarfilm den Motiven, Obsessionen und Ängsten Leonardo da Vincis auf den Grund und erläutert, was ihn zu seinen einzigartigen Leistungen antrieb. In Anlehnung an die biografischen Eckdaten spürt der Film auch Leonardos Hemmungen, Kränkungen, Konflikten und sexuellen Wünschen nach und berührt Alltägliches, wie Gesundheitsfragen bis hin zu Einkaufslisten.

 


 

Der Papst fordert: Ganzheitliche Schulbildung

Jorge Mario Bergoglio SJ, der erste Pädagoge auf dem Stuhl Petris

Papst Franziskus dürfte der erste göttliche Sendbote in der Katholischen Kirche sein, der Antworten auch auf drängende Fragen seiner Zeit gibt. Wie es im Fernsehen scheint, ist er als Person weit weniger feudalistisch veranlagt und damit auch weit weniger abgehoben wie die meisten seiner Vorgänger. In seinen bisherigen Wortmeldungen legte er darauf Wert, dass ein Leben ohne Herz und ohne Intellekt wenig erbaulich sein kann. Spiritualität ist für ihn ein viel weiteres Feld, als es seine Vorgänger sahen. Dass dazu auch eine konsequente Civic Education (Audiobeitrag) gehört, kann man seiner jüngsten Erklärung entnehmen kann:

(apa, Rom, 07/06/13) Schulbildung sei mehr als Wissensvermittlung, sie müsse den ganzen Menschen formen, sagte der Papst bei seinem Treffen mit den Schülerinnen und Schülern. „Ich habe einen Text für euch vorbereitet, aber das sind fünf Seiten. Etwas langweilig“, eröffnete der Papst seine Ansprache. Aber statt die fünf Seiten vorzulesen, trug er seine Gedanken frei vor und stellte sich den Fragen der Schüler. Erzieher ermutigte der Papst, neue Formen der Erziehung zu finden, die nicht konventionell und an die Notwendigkeiten von Ort, Zeit und Menschen angepasst seien. Die Schule sei der Ort des Reifens, um zu erwachsenen Frauen und Männern zu werden. Dabei ginge es aber nicht nur um Intelligenz, sondern auch darum, leben zu lernen, es ginge um eine ganzheitliche Bildung. In der Schule müsse das Menschsein gefördert werden und gerade Jesuitenschulen seien ein Ort für die menschlichen Tugenden: Treue, Respekt, Glauben, Einsatz, so Franziskus.

>>> Auszug des päpstlichen Beitrages (deutsche Übersetzung)

 


 

Neue braune Welle!

Am Beispiel zweier Bundesländer – Bayern und Sachsen-Anhalt – verdeutlicht diese TV- Dokumentation, wie sich der Umgang mit Rechtsextremen in Ost und West unterscheidet. “Mit rassistischer Musik fängt es an, es folgen Kleidung und Tattoos”, dann gehört man irgendwann dazu”, so beschreibt der 19-jähriger ehemaliger Neonazi Florian seinen Weg in die rechte Szene und die damit einhergehende brutale Gewalt: “Du siehst Ausländer, hörst deine Musik, dann haust du einfach drauf – wie in einem Rausch”. Nationalsozialistisch/faschistisches Denken und Handeln scheint das (!) phylogenetisch inkarnierte Phänomen im heutigen Zentraleuropa zu sein. Präziser gemeint ist damit der Begriff der “epigenetischen Regeln”, die die Entwicklung des individuellen Geistes begleiten (Lumsden and Wilson 1981, 1983). “Intoleranz” gepaart mit der althergebrachten Form von “German Angst“, verstärken dabei die Obrigkeitshörigkeit einerseits, das Mitläufertum andererseits, wie es insbesondere im berühmt-berüchtigten Milgram-Experiment zutage getreten ist. Oder wie es Kersten Reich ausdrückte: “Seine (Anm. John Deweys) sehr basisorientierten Vorstellungen von Demokratie, die eine möglichst direkte Partizipation aller Bürger an demokratischen Prozessen intendierte, waren für die deutschen Diskussionen zutiefst wesensfremd.” Denn dabei geht es nicht um die 3-400 wirklich aktiven Kriminellen aus der Neo-Naziszene, sondern es geht um breite Strukturen der Gesellschaft, die diese Aggression mit sich bringt, sie duldet und durch konsequentes Wegschauen fördert.
Ein warnendes Scenario was passieren kann, wenn sich Erziehung und Bildung nicht radikal demokratisieren, schilderte neulich das ZDF:

 


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